Montag, 25. Juli 2016

23.07. Cassoday to Benedict. Tag 49





Zum Glück haben wir heute eine dünne Wolkenschicht. So fahren wir nicht in der prallen Sonne, allerdings kommt zur Hitze kommt die Feuchtigkeit hinzu.

Today's sky is a bit hazy. But that brings a lot of humidity with it.









Mittagspause

Die Flüsse und Seen sind braun vom Sand. Sie laden nicht zum Schwimmen ein.

Rivers and lakes are muddy brown and don't invite to swim.


 Wir machen mehrere Pausen. An der Strecke liegen Campingplätze, die nicht mehr bewirtschaftet werden, aber z.T. noch Wasser und Duschen haben, dies nutzen wir für Abkühlungen zwischendurch.

We do take breaks. Campgrounds along our way are deserted, but provide running water. We use it for refreshing.




Am Abend übernachten wir bei einem Bycicle-only-Platz. 



Es stellt sich heraus, dass Joe den Platz privat Radlern zur Verfügung stellt. Auf Grund der Hitze schlafen wir in seinem Haus. Joe ist jüdischer Pastor, wie er sich selbst bezeichnet. Es war sehr interessant und sonderbar bei ihm.

22.07. Newton to Cassoday. Tag 48

Heute fahren wir nur ca. 40 Meilen, das heißt wir kommen schon am Mittag in Cassoday an. 


Viele Radler übernachten, um Geld zu sparen, in den jeweiligen City Parks. Bisher haben wir dies vermieden, da die Toiletten, falls es welche gibt sehr dürftig sind. Oft gibt es kein fließendes Wasser. 






Heute werden wir in City Park von Cassoday übernachten, da wir morgen sehr früh unterwegs sein wollen um dem Gegenwind in südlicher Richtung  zu entgehen. Zum Glück ist der Park groß und hat viele große Bäume. Cassoday hat 129 Einwohner und wir dachten eigentlich, dass es dort ein Motel gibt. Das Motel ist geschlossen. Wir verbringen den Nachmittag im Park.



 Gesellschaft leisten uns drei Jugendliche, die in den Ferien nicht wirklich etwas zu tun haben. Trotz der Hitze liegen wir um 20:00 Uhr im Zelt und schlafen. Einzig, durch Cassoday geht eine Bahnlinie. Alle 15 Minuten kommt ein Zug mit lautem Getute vorbei, man hat das Gefühl, er fährt direkt durch das Zelt.

Anfang

Mitte

Ende, 137 Wagons. Einer der Züge, die durch Cassoday fahren.


Es fällt uns nicht schwer um 4:30 Uhr aufzustehen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

21.07. Nickerson to Newton. Tag 47

Wir entschließen uns, auf Grund der Hitzewelle, die nächsten Abschnitte unserer Tour etwas zu verkürzen. Gestern habe ich in der Sonne 45 Grad C gemessen. Während wir radeln spüren wir die Hitze, dank des Windes, normalerweise nicht so stark. Heute jedoch war es zusätzlich noch schwül. Georg schwitzt so stark, dass der Wind ihm die Wassertropfen fortweht. 

Heatwave! We decide to make less distance the next days. Temperatures are well above 100 F. The airstream makes the heat bearable, but when high humidity kicks in I'm constantly dripping with sweat. 


Die Landschaft hat sich wieder einmal verändert. Es sieht jetzt eher europäisch aus. Wir fahren über rolling Hills.

Flat landscape is gone, now it's rolling hills that sometimes look like an English park.





Was uns in Kansas immer wieder passiert: Wenn wir eine Pause am Straßenrand machen, halten Auto-, Pickup- und Motorradfahrer an und fragen uns ob alles in Ordnung ist.

The people in Kansas! When we stop for a break, often enough cars, pick-ups or motorbikes stop and ask if we are OK.
Zum ersten Mal sehen wir die Transam-Schilder. First time seen: TransAm signs.





20.07. Larned to Nickerson. Tag 46

Michael hat 2 Gatorade-Flaschen an der beschriebenen Kreuzung hinterlegt und wir haben sie gefunden. Was für eine Freude.

Mike deposited 2 bottles of Gatorade at the intersection - and we found them! What a joy, and what a great guy.





Auf unserem weiteren Weg sind wir an einer Kirche neben einem Friedhof vorbei gekommen. Unter einem Baum stand eine Bank, die uns zur Pause eingeladen hat. Während wir die Ruhe genossen, und uns darüber wunderten, das die Familiennamen auf den Grabsteinen, alles deutsche Namen  (Wittrock, Fischer Brunelmeyer, Reimannn, Teichmann)waren, kam Robert mit einem Pickup.  Ich erklärte ihm, dass wir aus Deutschland sind und uns über die deutschen Namen auf dem Friedhof wundern. Robert erzählte uns, dass sich die Deutschen um 1900 hier angesiedelt hätten. Damals habe es hier nur einen Baum gegeben und die Leute seien mit Pferden angeritten gekommen um sich den Baum anzusehen. ;-). Er erzählte uns, dass die Kirche 1906 gebaut wurde. Bis 1930 wurde der Gottesdienst in deutscher Sprache gestaltet. Dann in englisch und deutsch bis ca.1960. Jetzt leider nur noch in Englisch. Viele Familien hätten ihre deutschen  Namen dem Englischen angepasst. Er zeigt uns einen Grabstein und meint, hier sei  sein Great Grandfather begraben auf dem Grabstein steht ein Spruch in deutscher Sprache. Er bittet uns diesen für ihn zu übersetzen. Georg macht dies gern. Wir sehen, dass viele Grabsteine deutsche Inschriften haben.

Travelling on, we pass the Peace Church in Hudson. Nice bench under some shady trees. Next to the church is a cemetary with tombstones that carry German names. A gentleman named Robert appears, we start a conversation, and he gives us a tour of the graveyard, showing the tombstones of his ancesters, and telling the story of the little place Hudson. Many engravings are in German, and Robert is happy to get a translation from us.





Der nächste Stopp ist die von Michael beschriebene Farm, an der es nicht nur frisches Wasser gibt, dort steht auch eine Bank im Schatten. Ein Junge fragt uns ob wir auch Eis möchten. Dann kommt seine Tante, die gesehen hat, dass wir aus Deutschland sind. Sie erzählt unds von ihren Großeltern, die aus Deutschland gekommen sind. Sie habe ein Buch der Großmutter, leider wisse sie nicht was in dem Buch steht. Wir bitten sie dies zu holen … die Pause an der Farm wird länger als erwartet. Das Buch ist ein Gebetsbuch. Mehrere Male bittet sie uns ihren Namen auf Deutsch auszusprechen: Feister.

Further on we find the farm that provides fresh water for cyclists. There is even a nice little bench in the shade! The farmer's wife is of German origin, tells us about her history, and shows us a German book. Turns out to be an old prayer book, and I translate a little bit. 


Wir radeln an diesem Naturschutzgebiet vorbei:






Übernachten werden wir heute in einem B&B in Nickerson. Es stellt sich heraus, dass das B&B eine Animalfarm mit exotischen Tieren ist.

Tonight's stay is a B&B. Turns out to be a pet zoo animal farm with exotic animals.






Dienstag, 19. Juli 2016

19.07. Ness City to Larned. Tag 45

Hitzewelle in Kansas. Die Wettersender warnen vor der Hitze. Bei  Sonnenaufgang sitzen wir auf dem Rad. Eigentlich können wir die Hitze erstaunlich gut aushalten, denn es weht ein heftiger Wind. Leider hatten wir heute 20 Meilen diesen Wind als Gegenwind. Wir benötigten 3,5 Stunden für die 20 Meilen.
Auf vielen Feldern stehen Ölpumpen

Bible-Belt

Moderne und Tradition





Highlight: Mike kam uns auf dem Weg zur Arbeit entgegen und teilte uns mit, dass er Morgen auf unserer Strecke 2 Wasserflaschen an einer Kreuzung deponiert.


Am Nachmittag wurden wir wieder von einem Van überholt, der drehte um und kam zu uns. Eine junge Frau machte das Auto auf und gab uns aus ihrem Cooler je eine Wasserflasche und eine Flasche Gatorade. Einfach so. Wir waren sehr gerührt darüber.
Kurz vor Larned liegt das am besten erhaltene Fort der USA, Fort Larned.  Wir haben einen Abstecher dorthin gemacht.





Froh sind wir am Abend in ein Motelzimmer mit AC zu kommen.

Meine Schuhe haben es nach 6 Wochen hinter sich: